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Mallorca Besuch 19./20.01.2013

 

Wir hatten schon länger vor unsere Tierschützerin Cristina auf Mallorca zu besuchen und als wir kurzfristig einen Schnäppchenflug gefunden hatten, war es plötzlich nur noch eine kurze Zeit hin, bis wir uns mit Cristina und ihren wenigen Helferinnen treffen konnten.


Cristina brauchte dringend leere Boxen für zukünftige Flüge. Zudem wollten wir organisatorische Dinge besprechen und einige Hunde mussten schließlich auch ausfliegen. Genug Gründe also, um selbst zu fliegen! Alles klappte prima: Check-In mit den leeren Boxen, der Flug und auch das Wetter war mit 16° im Vergleich zum kalten Deutschland sehr angenehm. Wir holten unseren Mietwagen ab, verstauten die Boxen und so ging es los zu Cristina.


Kaum unterwegs riefen wir sie an, um zu sagen, dass wir da sind und alles prima geklappt hat. Doch ab da war alles anders! Cristina war verzweifelt und meinte wir müssten dringend und sofort zum Natura Parc, dem Zoo von Mallorca, fahren! 5 Hunde sollten innerhalb der nächsten Stunden eingeschläfert werden – aus Platzmangel! Man kann seinen Hund dort nämlich auch abgeben und nach einer Frist von ca. 2 Wochen werden sie dann eingeschläfert. Die Situation dort wird aber zusätzlich erschwert, weil es nicht möglich ist, sich die Hunde anzusehen und sie zu besuchen. Es gibt lediglich eine (den meisten Menschen) unbekannte Internetseite, auf der man sich vorab einen Hund aussuchen kann. Dann fährt man zum Natura Parc und der Hund wird mit dem Auto geholt! Gefällt er nicht, dann wird er wieder weg gebracht... Cristina hat als freiwillige Helferin viel in Son Reus unterstützt und glücklicherweise sind viele Organisationen vor Ort, die die Tiere dort heraus holen. Nicht so in Natura Parc! Bisher helfen dort nur sehr wenige Tierschützer und daher konzentriert sich Cristina – und jetzt auch wir – auf diese Perrera.


Als wir in Natura Parc ankamen, zogen die ersten Regenwolken auf und es war sehr windig. Auf dem Parkplatz zum Zoo wurden uns dann die Hunde vorgestellt! 5 Hunde über deren Schicksal wir in diesem Moment entscheiden mussten. Eine Situation, in die man niemals kommen sollte und schon gar nicht möchte! Vielleicht sollte es einfach so sein...

Wir konnten einfach nicht anders und so haben wir alle 5 Hunde gerettet! Joschi, ein wunderschöner, aber stark abgemagerter Labrador/Golden Retriever Miachling von gerade einmal 2 Jahren; Kathie, eine völlig verängstigte und eingeschüchterte Hündin von ca. 1 Jahr; der kleine Buddy, ein sehr lieber, zarter Junge von etwa 3-4 Jahren; Sally, eine hübsche Cockerhündin von 3 Jahren mit einer Wunde am Auge, die nur eines wollte: weg von diesem Ort, und Paul, ein ca. 3-4 Jahre junger süßer Rüde, der überall an den Ohren Bisswunden hatte... Der Anblick machte uns traurig und ein wenig verzweifelt. Doch diese Tiere dürfen jetzt weiterleben!

 


 

Allerdings mussten dann erstmal Pflegestellen vor Ort gefunden werden, denn Cristina hat kein eigenes Tierheim und Zuhause hat sie momentan auch schon genug Vierbeiner. Glücklicherweise haben wir es hin bekommen und so konnten wir, wie ursprünglich gepant, dann doch noch Samu und Otto in ihren Pflegestellen besuchen. Zusätzlich noch ein Besuch beim Tierarzt, um die offenen Rechnungen zu bezahlen und dann endlich am späten Nachmittag eine Kleinigkeit zum Essen. Wir alle waren sehr froh, der Tierarzt eingeschlossen, dass an diesem Tag kein Hund mehr sterben musste... Doch was ist an den anderen Tagen, wenn wir nicht gerade zufällig in der Gegend sind?! Man mag gar nicht darüber nachdenken... Am Abend sind wir dann total übermüdet, aber glücklich ins Bett gefallen. Am Sonntag ging es dann Mittags zum Flughafen, nachdem wir die Hunde, die mit uns fliegen sollten, eingesammelt hatten. Der Check-In klappte prima und so ging es dann auch bald wieder Richtung Deutschland.


Etwa eine halbe Stunde vor Ankunft in Deutschland dann die Durchsage vom Flugkapitän, dass wir aufgrund von Eisregen nicht wie geplant in Frankfurt landen konnten, sondern ausweichen müssen auf den Flughafen Köln/Bonn! Gesagt getan! Es dauerte dann noch eine ganze Zeit bis wir den Flieger dann endlich verlassen konnten. In der Gepäckausgabe herrschte dann ein leichtes Chaos, weil natürlich nicht nur unser Flug umgeleitet wurde. München und Stuttgart waren ebenfalls wegen Eisregen geschlossen worden... Man kann sich vorstellen, was da los war. Zudem war dann auch noch die Tür zum Sperrgepäck defekt und so wurden die Hunde – nach einer Ewigkeit – am anderen Ende der Halle herein gebracht. Samu war sehr aufgeregt und bellte – er hatte Hunger! Taca und Rocco waren entspannt und beobachteten die vielen Menschen in der Halle neugierig. Wir versorgten die Hunde erstmal mit Futter und Wasser und ein sehr netter Zollbeamter half uns dabei. Er kontrollierte dann gleich noch die Pässe und nun blieb noch die große Frage, wie wir mit den 5 Hunden (Paula und Tessa waren in Kabinentaschen mitgeflogen) von Köln nach Frankfurt kommen?! Airberlin hatte Busse für die Reisenden zur Verfügung gestellt, aber wohin mit den Tieren? Der völlig überforderte Herr am Gepäckschalter meinte, wir sollten die Boxen mit den Hunde unten im Bus zum Gepäck stellen!! Im kalten, dunklen und lauten Boden?!?? Ohne die Gewährleistung von Luftzufuhr?? Wie bitte?? Wir weigerten uns und – um es zu verkürzen – nach langer Diskussion und diversen Telefonaten, wurde uns ein Minivan mit Fahrer zur Verfügung gestellt. Anders wäre es auch gar nicht gegangen, denn die Airlines sind verpflichtet, den Transport angemessen zu organisieren. Sollten Sie also jemals in so eine Situation kommen...


Um 17:30 Uhr in Köln gelandet – um 21:30 Uhr dann endlich die Ankunft in Frankfurt. Doch wir waren noch nicht am Ziel. Die kleine Paula wurde von ihrer Pflegefamilie erstmal in Empfang genommen. Taca, Rocco, Samu und Tessa mussten erstmal mit zu uns nach Gießen, denn die andere Pflegestelle konnte nicht fahren wegen der Eisglätte. So ging es dann für uns weiter mit dem Auto im Eisregen nach Gießen! Um 23:30 Uhr waren wir endlich da. Unsere eigentliche Weiterfahrt Richtung Hannover konnten wir an diesem Tag ja bereits vorzeitig vergessen...

 

Um dieses ereignisreiche Wochenende noch abzurunden, mussten wir dann viel Geduld und Sitzfleisch für die Rückfahrt aufbringen!! Für eine unter normalen Bedingungen dauernde 2-stündige Autofahrt benötigten wir dann schließlich noch einmal 7 ½ Stunden wegen Glätte, Unfällen und Staus auf der Autobahn.... Doch glücklicherweise sind sowohl die Zwei- als auch die Vierbeiner alle – früher oder später – gut angekommen und trotz der unglaublichen physischen und psychischen Strapatzen hat es sich einfach gelohnt.

 

Doch nur einen Tag nach dieser aufregenden Reise wurde unsere Erleichterung getrübt: Buddy lag am Dienstag früh tot in seinem Körbchen bei der Pflegefamilie. Wir wissen nicht, was es war, vermutlich war er krank und durch die Impfung verstarb er dann. Zudem sieht es momentan danach aus, dass Sally ihr eines Auge verlieren wird und als wäre das nicht schon alles genug, gab es gleich vier Notfälle: Pablo, ihn konnten wir in einer kostenpflichtigen Residenz unterbringen, Harry und Tolito sind in einer Pflegestelle. Bleibt noch der Hund ohne Namen, Nr. 2613, für ihn suchen wir noch einen Platz! Vier wirklich bildschöne Hunde. Sie sind mittelgroß bis groß , schwarz und Rüden... Für viele Grund genug nicht weiter nachzufragen!

 

 

Doch wir finden eine Lösung für diese Tiere! Wenn Sie uns unterstützen möchten, durch z.B. eine Patenschaft für einen der Hunde oder durch eine Spende generell, dann melden Sie sich bitte! Wir sagen schon jetzt vielen Dank auch im Namen unserer Schützlinge :-)

 

 

 

 

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